Carrozzeria Frua |
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Pietro Frua, am 2. Mai 1913 in Turin geboren, galt als
Einzelkämpfer der Branche. Er betrieb ein kleines Studio
mit wenigen Mitarbeitern, das unterschied ihn stark von seinen Turiner
Kollegen. Frua lernte an der Scuola Fiat in Turin den Beruf des technischen Zeichners und trat nach Beendigung seiner Ausbildung bei Farina als Hilfszeichner ein. Frua, dessen Arbeiten bald Anerkennung fanden, wurde Mitte der 30er Jahre zum Chefgestalter berufen. Er war 1939 unter anderem für die Entwürfe des Hauses Farina für den Fiat 1500 und den Alfa Romeo 2900 zuständig. Frua, inzwischen 32 Jahre alt, begann seinen eigenen Weg zu gehen, die Carrozzeria Frua, also das eigene Unternehmen, entstand. Frua arbeitete mit Mario Boano zusammen, und der war Chefgestalter beim schweizer Ghia-Ableger in Lugano. In den 50ern arbeitete Frua für Fiat, Lancia, Maserati und Panhard. Der echte Erfolg kam freilich mit der Renault-Floride. So hatte Frua schon 1956 ein Coupé auf der Basis der Renault-Dauphine geschneidert, überdies auch ein Cabrio für das schweizer Ghia-Werk. Dieser Entwurf war über die Turiner Ghia-Zentrale in die Floride eingeflossen. Als die Bremer Borgward-Gruppe
das Image ihres Lloyd 600 aufmotzen wollte, wurden die Ghia-Designer mit der
Gestaltung einer sportlichen Variante beauftragt.
Das Ghia-Coupé wirkte zu sparsam, so ging Frua ans Werk. Das Ergebnis wurde - jedenfalls optisch
- ein Erfolg. Mit 49 produzierten Stück machte der Flitzer freilich
wirtschaftlich eine schmale Figur. |
Hersteller / Best.- Nr. |
Typ / Modell |
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![]() PE016 |
Fiat 600 Carrozzeria Frua 1957 |
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Carrozzeria
Frua |